Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, wie man online Geld verdient. Von Amazon bis Zalando bieten eine sehr große Bandbreite an Unternehmen eine Perspektive zu dem Ziel, im Internet ordentlich abzuräumen. Eine geläufige Schnittstelle zwischen den Digital-Workern und den genannten Unternehmen ist das sogenannte Affiliate-Marketing. Dieses trendige Geschäftsmodell basiert auf Affiliate-Links. Mithilfe dieser Links ist es möglich, Geld zu verdienen.
Grundlegende Definition eines Affiliate-Links
Bei einem Affiliate-Link handelt es sich um einen Partner-Link, über dem die Provision für den Affiliate generiert wird. Der Affiliate ist dabei der Vermittler, der die Produkte des Händlers über den Link bewirbt. Was für Außenstehende sehr kryptisch wirkt, ist im Grunde ein simples System.
Sie erstellen einfach eine Onlineplattform (wie z. B. einen Blog) und bewerben dort über einen entsprechenden Link die Produkte eines Händlers. Sobald ein Besucher auf Ihren platzierten Link klickt, erhalten Sie eine Provision. Die Vergütung erfolgt demnach erfolgsbasiert.
Haben Sie schonmal etwas von „individuell codierten Hyperlinks“ gehört? Noch nicht? Auch nicht schlimm. Aber auf jeden Fall ist dies die präzise Bezeichnung für den technischen Hintergrund eines Affiliate-Links. „Individuell codiert“ bedeutet in diesem Kontext nur, dass der Link (Ziel-URL) eindeutig der vermittelnden Person (also dem Affiliate) zugeordnet werden kann.
Die Publisher haben dabei den Status eines digitalen Vertriebspartners.
Wo werden Affiliate-Links angewendet?
Damit Sie potenzielle Kunden zu Ihren Affiliate-Links locken, ist ausreichend Traffic notwendig. Traffic erhalten Sie in der Regel über eine selbst erstellte Webseite oder einen Social-Media-Kanal. Weitere Optionen sind Foren oder E-Mail-Marketing-Kampagnen.
So finden Sie ein geeignetes Partnerprogramm
Affiliate-Partner gibt es wie Sand am Meer. Damit Sie aber ein Partnerprogramm finden, was auf Ihre individuellen Vorstellungen und Voraussetzungen zugeschnitten ist, müssen Sie einige Aspekte beachten. So werden die meisten Partnerprogramme über ein Affiliate-Netzwerk als Zwischenvermittler abgewickelt. Bekannte Plattformen sind zum Beispiel AWIN sowie Digistore24.
Diese Netzwerke nehmen sowohl den Händlern als auch den Affiliatepartnern eine Menge Stress und Arbeit ab. Die technische Abwicklung, Abrechnung, die Gewinnung von neuen Partnern sowie das Tracking der Links übernehmen AWIN & Co. dabei vollumfänglich. Auf 100partnerprogramme.de finden Sie eine unglaubliche Palette an verschiedenen Affiliateprogrammen, sortiert nach Branche. Hier werden Sie bestimmt fündig.
So werden Affiliate-Links abgerechnet
Affiliate-Links fungieren ja nicht zum Selbstzweck, sondern als potenzielle Wertschöpfungskette. Das bedeutet konkret: Webseitenbetreiber gehen eine Kooperation mit Partnerprogrammen ein und erhalten erst dann eine Auszahlung, wenn die Leistung erbracht wurde – also jemand etwas über den Affiliate-Link kauft. Die tatsächliche Höhe der Provision wird dabei von den Händlern festgelegt. Die Angabe erfolgt meistens in Prozent.
Man unterscheidet dabei zwischen:
• Pay-per-Lead: Auszahlung bei einer erfolgreichen Vermittlung (z. B. bei Gewinnen von Kontaktinformationen)
• Pay-per-Click: Sie erhalten eine Provision pro Klick
• Pay-per-Sale: die Provision wird anhand der Verkäufe über den Affiliate-Link ermittelt
So erstellen Sie einen Affiliate-Link
Nachdem Sie sich beim Partnerprogramm angemeldet und Ihre Bankdaten eingegeben haben, kopieren Sie einfach den personalisierten Link aus dem Backoffice Ihres Affiliate-Netzwerkes (wie z. B. Awin) und kopieren ihn in Ihre Webseite. Es gibt auch Tools, mit denen Sie Ihre Affiliate-Links ganz einfach verwalten können, wie z. B. mit Thirsty Affiliates.
So kennzeichnen Sie einen Affiliate-Link korrekt
Viele Besucher haben unterbewusst eine große Skepsis gegenüber Affiliatelinks. Achten Sie daher darauf, Links korrekt zu kennzeichnen und sinnvoll zu kürzen – das macht den Unterschied. Denn grundsätzlich entstehen für den Käufer keinerlei Nachteile. Mit einfachen Tools wie bitly.com sowie Pretty Links kürzen Sie den Affiliate-Link im Handumdrehen.
Schließlich gibt es auch aufgrund des Telemediengesetzes eine Kennzeichnungspflicht für Onlinewerbung. Denn Affiliate-Links signalisieren dem Webseitenbesucher, dass sich hinter dem Link ein Kaufangebot von Dritten (also dem Merchant bzw. dem Betreiber des Partnerprogramms) verbirgt. Da der Affiliate bei einem Kauf über den Link eine Provision erhält, entspricht dieses Konstrukt ganz klar der Definition von Werbung im Internet. Da es keine glasklare gesetzliche Vorgaben dieser Kennzeichnungspflicht gibt, ist es nur wichtig, dass selbst unerfahrene Besucher den Sinn des Links schnell erfassen. Ein Verstoß gegen diese Kennzeichnungspflicht kann schnell recht teuer werden. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, kennzeichnen Sie lieber ganze Textblöcke als Werbung. Es genügt also nicht, Affiliate-Links im Impressum aufzuführen.
Eine weit verbreitete Option ist die Kennzeichnung mithilfe eines Sternchens. Das Sternchen benötigt eine verständliche Erklärung, damit die Kennzeichnung wirksam wird. Ist Ihnen dies zu schwammig (ob der Gesetzgeber sich damit zufriedengibt , ist nicht so ganz klar) greifen Sie am besten auf einen ausdrücklichen Hinweis im Text zurück. Eine grafische Hervorhebung ist eine fantastische Lösung dafür, da sie glasklar und unübersehbar ist.
Es gibt doch bestimmt einige Vorteile, aber auch Nachteile, oder?
Auf jeden Fall! Wie bei fast allen Geschäftsmodellen hat Affiliate-Marketing seine Sonnen- aber auch seine Schattenseiten 😉 So können Sie ganz einfach mit Laptop und WLAN loslegen und anfangen, Produkte über ein Partnernetzwerk zu vermarkten. Riesige Lagerhallen oder einen millionenschweren Bankkredit benötigen Sie auch nicht (ganz unabhängig davon was viele Kritiker dazu sagen). Vermeiden Sie jedoch technische Fehler, denn dies könnte zu finanziellen Verlusten führen. Natürlich geht es aber nicht ganz ohne Startkapital ;). Hosting, Profi-Themes wie Colibri Pro, Fachliteratur sowie Google Ads kosten Geld. So können Sie mit passenden Empfehlungen Vertrauen bei Ihrer Zielgruppe aufbauen. Die Skalierbarkeit (umso mehr Reichweite, desto mehr Einnahmen) spricht ebenfalls für sich. Aber wie bei allem gilt: Die Dosis macht das Gift. Zu viele Links, vor allem ohne sichtbaren Mehrwert schrecken viele Besucher ab. Auch das Design Ihrer Webseite könnte darunter leiden.
Thema Datenschutz: nervig, aber verdammt wichtig
Die EU hatte vor einer Ewigkeit ein riesiges bürokratisches Monster namens „DSGVO“ (Datenschutzgrundverordnung) beschlossen. Was genau hat dies mit Ihrer Webseite zu tun?
Wenn Sie Affiliate-Links schalten und ein Nutzer auf den Link klickt, arbeiten im Hintergrund sogenannte Tracking-Cookies. Diese Cookies registrieren persönliche Daten. Daher ist es sehr wichtig, dass Ihre Besucher darüber informiert werden, welche Daten beim Betätigen eines Affiliate-Links wirklich fließen. Dies geschieht in der Regel über eine Datenschutzerklärung, welche Sie in Ihre Webseite integrieren. Eine Datenschutzerklärung ist jedoch nur die halbe Miete. Auch ein Cookie-Banner mit Opt-in-Funktion ist obligatorisch. Damit bekommen Sie vom Nutzer quasi, die offizielle Erlaubnis, dass Ihr Affiliate-System ihn tracken dürfen.
Was sollte also unbedingt in der Datenschutzerklärung vorkommen?
– kommunizieren Sie den Einsatz von Affiliate-Links und dem Tracking
– mit welchen Partnerprogrammen arbeiten Sie zusammen?
– Cookie-Banner sind hier eine absolute Notwendigkeit
Der Link ist ein kryptisches Monster? Kein Problem – so kürzen Sie ihn einfach
Viele Affiliate-Links sind schlicht unhandlich. Sie sind extrem lang und wirken auf den Besucher daher erst einmal verwirrend. Doch dagegen gibt es ein simples Mittel: die Kürzung eines Links mithilfe eines URL-Shorters. Dies wird auch „Link cloaken“ genannt. Doch die Notwendigkeit, solche Ungetüme zu kürzen, basiert nicht nur auf reinen kosmetischen Beweggründen. So lässt sich dadurch leichter verbergen, dass es sich um einen Affiliate-Link handelt und auch die Integration in Tracking Tools wird einfacher dadurch.
Fazit
Affiliate-Links sind eine großartige Option, um langfristig damit Geld zu verdienen. Sie sind Ihr eigener Chef und haben ein unbegrenztes Einkommenspotenzial. Jedoch lauern auf dem Weg zu Ihrem ersten Verdienst einige Stolpersteine.